
Das Teuerste an Teamfotos ist nicht das Studio und nicht der Fotograf —
es ist die Arbeitszeit der Leute, die währenddessen nicht arbeiten. Ein
Vormittag mit acht Personen sind acht halbe Arbeitstage. Gute Vorbereitung
halbiert das.
Vorher klären: Wofür sind die Bilder?
Website-Team-Seite, LinkedIn, Pressemappe — jede Verwendung hat andere
Anforderungen. Für die Website müssen alle Bilder denselben Ausschnitt und
Hintergrund haben, sonst sieht die Team-Seite wie ein Flickenteppich aus.
Für LinkedIn braucht es Luft über dem Kopf fürs quadratische Format. Wer das
vorher festlegt, fotografiert einmal statt zweimal.
Die Kleidungsfrage — eine Regel statt zehn
- Einfarbig schlägt gemustert. Feine Karos und Streifen
flimmern auf Bildschirmen (Moiré) und lenken vom Gesicht ab. - Mittlere Töne schlagen Extreme. Reines Weiß und tiefes
Schwarz sind für die Belichtung am schwersten — Blau, Grau, Grün funktionieren
fast immer. - Das Zweite mitbringen. Ein Ersatz-Oberteil pro Person kostet
nichts und rettet den Termin, wenn etwas fleckt, knittert oder mit dem
Hintergrund kollidiert.
Der Zeitplan, der Leerlauf vermeidet
Pro Person reichen 10 bis 15 Minuten vor der Kamera. Der Rest ist
Taktung: Niemand muss den ganzen Vormittag anwesend sein. Bestellt die Leute
in 20-Minuten-Fenstern ein — wer dran war, geht zurück an die Arbeit. Das
Setup bleibt dabei unangetastet stehen, deshalb sind alle Bilder identisch
belichtet und beschnitten.
Warum Mietstudio statt Besprechungsraum
Im Büro kämpft jedes Shooting gegen Deckenlampen, bunte Wände und
Platzmangel — und man sieht es den Bildern an. Auf einer Hohlkehle oder vor
einem sauberen Studiohintergrund entsteht in derselben Zeit ein Ergebnis, das
Jahre nutzbar bleibt. Neue Mitarbeitende lassen sich später im selben Setup
nachfotografieren, ohne dass der Bruch auffällt — notier dir dafür Abstand,
Lichtposition und Brennweite.